NZ Nibelgau Leutkirch e.V.

Schachenmännle

Entstehungsgeschichte

Bei der alten Gerichtsstätte zwischen Leutkirch und Reichenhofen, erstreckte sich bis vor etwa 100 Jahren ein Wald in Richtung Zeil. Er hatte, in Zusammenhang mit der alten Malstätte etwas Unheimliches an sich, besonders bei Nacht. Aus ihm ist die Sage des Schachenmännlein überliefert worden. Ungefähr eine halbe Stunde unterhalb Leutkirch befand sich ehedem auf der Leutkircher Haid unweit Reichenhofen ein großer Wald, der als ,,Haidschachen“ bekannt war. Hier geisterte früher ein kleines, altmodisch gekleidetes, altes Männle umher. Da es sich in diesem Wald herumtrieb, gaben ihm die Geschichtenerzähler den Namen ,,Schachenmännle“. Am meisten hatten die Fuhrleute mit ihm zu schaffen. Kam nämlich ein Gefährt oder Reiter nachts des Weges, bemerkte man von weitem zuerst ein kleines Lichtlein. Als man diesem näher kam, tauchte plötzlich das Schachenmännle auf und setzte sich auf den Wagen oder das Ross, so dass dieses in unbändige Furcht und Angst geriet und meist durch ging. Dies kam so häufig vor, dass in Reichenhofen seinerzeit kaum ein Fuhrmann gewesen ist, der das unheimliche Männle nicht gesehen hatte. Seit Abholzung des Waldes hört man aber von dem Männlein nichts mehr.

Häs:

Braune, grobgenähte Lodenjacke, leicht tailliert, versehen mit Bündchen an den Ärmeln und mit Alkantara besetzt, grüne Lodenhose, dunkelbraune Stulpen-Stiefel. Braun gestrickte Handschuhe, in der linken Hand eine eiserne Laterne und in der rechten Hand eine Karbatsche.
Maske: Dunkel gefasste Holzmaske mit braungrau-melierter Perücke, die an einem schwarzen breitrandigen Filzhut befestigt ist.